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1763
wurde Anna Maria Probst in Reckenkien, Kt. Solothurn, als Kind armer
Eltern geboren. Früh schon ging sie als Dienstmagd zu einem
Witwer
namens Niklaus Brunner, der vier erwachsene Kinder hatte. Mit Treue und
Geschicklichkeit leitete sie das Hauswesen.
1793
heiratete Anna
Maria den ältesten Sohn des Hauses, Johann Baptist Brunner,
nachdem sie lange vorher um die Erkentnis des Willens Gottes gebetet
hatte. Den beiden wurden sechs Kinder geschenkt; zwei davon wurden
Priester, eine Tochter wurde Ordensschwester.
1812
begann ihr
ältester Sohn, Nikolaus Brunner, im Monat Juli bei den
Benediktinern von Mariastein bei Basel das Noviziat und erhielt den
Namen Frater Franz Maria Salesius; bereits ein halbes Jahr
später
starb der fromme Ehegatte von Mutter Brunner.
Mutter Anna
Maria war
eine tieffromme, strenge und gute Mutter. Sie zeichnete sich vor allem
auch durch ihre grosse Liebe und Freigiebigkeit gegenüber den
Armen aus. Neben den täglichen Arbeiten, die sie
pflichtbewusst
und sorgfältig wahrnahm, fand sie noch Zeit zu einem wahrhaft
grossen Gebetsleben. Sie war schon von Jugend auf eine innige
Verehrerin des Kostbaren Blutes Christi und während ihres
Lebens
fand sie viel Trost in der Betrachtung des bitteren Leidens des
Heilandes.
1832
fasste sie den
Entschluss, die Welt zu verlassen, um sich durch ein strenges Bussleben
zu heiligen und auf die ewige Begegnung mit Gott vorzubereiten. Sie
machte eine Busswallfahrt nach Rom und liess sich dort in die
Erzbruderschaft vom Kostbaren Blut aufnehmen.
1833
kehrt Mutter
Brunner in die Schweiz zurück und wählte als
Aufenthaltsort
für ein Leben der Zurückgezogenheit das Schloss
Löwenberg in Schleuis/Graubünden. Viele Stunden des
Tages und
der Nacht verbrachte sie im Gebet und in der Betrachtung vor dem
Allerheiligsten Altarssakrament.
1834
führte
ihr der Herr elf Jungfrauen zu, die sich unter ihre Leitung stellten.
Sie führten ein gemeinsames klösterliches Leben zur
Verehrung
des Kostbaren Blutes und wurden geistlich betreut von Pater Franz Sales
Brunner, der dann auch die Hl. Regel dieser Kongregation verfasste.
1834
gilt als Gründungsjahr der Schwesternkongregation.
1836
am 15. Januar
stab Mutter Anna Maria Brunner nach gewissenhafter Vorbereitung eines
erbaulichen Todes. Sie stand im Rufe der Heiligkeit. Ihr Leichnam wurde
am 18. Januar in Sagens/Graubünden bestattet.
1933
wurden die
Gebeine von Mutter Brunner exhumiert. Bei der Öffnung des
Sarges
fand man die gefalteten Hände dieser frommen Mutter unverwest!
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Mutter Anna
Maria Brunner (1764-1836)
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