Über uns

Kurhaus Marienburg

         

Unweit von St. Gallen im Kanton Thurgau liegt, inmitten einer sanften Hügellandschaft, der gnadenreiche Wallfahrtsort St. Pelagiberg. Auf einem Hügel erhebt sich weithin sichtbar der Turm der Wallfahrtskirche Maria Geburt. Bereits um das Jahr 900 errichtete der Konstanzer Bischof Salomon III. eine Marienkapelle. Als derselbe Bischof von einer Pilgerfahrt nach Rom Gebeine des heiligen Martyrers Pelagius (3. Jh.) mitbrachte, übergab er eine Reliquie dem von ihm begründeten Klosterstift Bischofszell, das seither unter dem Patronat dieses Heiligen stand. Weil unser Hügel zu den Besitzungen des nahe gelegenen Stifts gehörte, ging der Name des im ganzen alemannischen Raum hoch geehrten Martyrers Pelagius dann auch auf unseren Hügel über – St. Pelagiberg.  

 

 

Wann die Wallfahrt zur Gottesmutter aufblühte ist ungewiss. Immerhin stammt das Gnadenbild aus dem 12. oder 13. Jahrhundert, und bereits im 15. Jahrhundert bedurfte es einer Erweiterung des alten Kirchleins. Nachdem man die restaurierungsbedürftige Figur 1848 entfernt und durch ein anderes Marienbild ersetzt hatte, fügte es sich einige Jahre später, dass Pater Franz Sales Brunner, Missionar vom Kostbaren Blut und Begründer des Schellenberger Frauenklosters, St. Pelagiberg besuchte und den Anstoss gab, das alte Gnadenbild doch zu restaurieren und wieder aufzustellen. Dies geschah, und seit dem 21. November 1865 verehrte das gläubige Volk wieder die ursprüngliche Gnadenmutter. Immer wieder wurden Gebetserhörungen berichtet, und zahlreiche Votivtafeln zeugen vom Vertrauen der Pilger.

  Aufgrund der steigenden Besucherzahlen wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von den verantwortlichen Wallfahrtspriestern ein Pilgerhaus errichtet: die Marienburg. Rasch erweiterte sich die Marienburg zu einem Kur- und Gasthaus für die Pilger, ergänzt um das Angebot von Exerzitien – das ist das bis heute gültige Konzept. Doch suchte man bald nach einer von der Wallfahrtsseelsorge unabhängigen Leitung des Kurhauses und fand sie beim Frauenkloster Schellenberg im Fürstentum Liechtenstein. 1912 übernahm die Kongregation der Schwestern vom Kostbaren Blut (Sorores Pretiosissimi Sanguinis – S.PP.S.) das Kur- und Exerzitienhaus Marienburg als Filiale. Seit nun schon über 100 Jahren stehen in St. Pelagiberg Schwestern vom Kostbaren Blut im Dienst an Menschen, die unter dem Schutz Mariens Erholung für Leib und Seele suchen.
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